Qualitätssicherung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA)
Berufliche Rehabilitation auf dem Prüfstand- Berufliche Bildungsmaßnahmen aus Teilnehmersicht
- Ergebnisqualität: Routinedatenauswertung
- Trägerübergreifende Qualitätssicherung
Berufliche Bildungsmaßnahmen aus Teilnehmersicht
Mit der wissenschaftlich begleiteten Entwicklung von Instrumenten und Verfahren für die Qualitätssicherung der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) wurde 2003 mit der Entwicklung einer Teilnehmerbefragung begonnen. Seit Juli 2006 erfolgt die Befragung aller Teilnehmer von beruflichen Bildungsmaßnahmen mit dem sog. Berliner Fragebogen durch 10 Rentenversicherungsträger. Ziel der Befragung ist die einrichtungsvergleichende Darstellung der Prozess- und Ergebnisqualität beruflicher Bildungsleistungen aus Teilnehmersicht. Der Fragebogen erhebt die inhaltlichen Themenblöcke: Vorgeschichte und Antragstellung, Verlauf der Bildungsmaßnahme und Wiedereingliederung einschließlich ihrer Bewertung. Soziodemografische Merkmale werden über Routinedaten einbezogen.Eine erste übergreifende Auswertung und Ergebnisrückmeldung mit der bis Dezember 2008 eingesetzten Fragebogenversion erfolgte im März 2008: Die Teilnehmer äußern sich durchschnittlich als eher „zufrieden“ mit der Maßnahme, mit der Unterstützung durch die Einrichtung nach der Maßnahme sind die Teilnehmerdagegen eher „unzufrieden“. Ebenfalls eher schlecht bewertet wird die Vorbereitung der Wiedereingliederung noch während der Maßnahme. Dies beinhaltet beispielsweise die Vermittlung relevanter Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern, die Unterstützung bei der Stellensuche, das Aufzeigen von Beschäftigungsmöglichkeiten schon während der Maßnahme. In der gegenwärtigen Praxis der beruflichen Bildungsmaßnahmen werden diese Aspekte aus Teilnehmersicht offensichtlich häufig noch unzureichend berücksichtigt.
2007/2008 wurde ein Projekt zur Kürzung und Vereinfachung des Instrumentes durchgeführt, um die Akzeptanz bei den Befragten zu erhöhen. Der überarbeitete Fragebogen wird seit Januar 2009 eingesetzt.
Ergebnisqualität: Routinedatenauswertung
Auf Basis der im Verwaltungsprozess erhobenen und gesammelten Daten (z. B. Alter, Geschlecht, Wohnort, durchgeführte Reha-Maßnahme oder Erwerbsstatus des Versicherten), werden differenzierte, einrichtungsbezogene Auswertungen erstellt. Neben der Rehabilitandenstruktur und dem Maßnahmeergebnis aller Teilnehmer von beruflichen Bildungsleistungen eines bestimmten Zeitraumes, kann die Wiedereingliederungsquote der Teilnehmer zwei Jahre nach dem Ende der beruflichen Reha-Maßnahme dargestellt werden.Trägerübergreifende Qualitätssicherung
Seit 2005 liegt das Konzept „Trägerübergreifende Messung des Erfolgs von beruflichen Bildungsmaßnahmen“ vor, das zwischen den Rehabilitationsträgern Gesetzliche Unfallversicherung, Gesetzliche Rentenversicherung und Bundesagentur für Arbeit abgestimmt ist und unter Beteiligung von Vertretern der Berufsbildungs- und Berufsförderungswerke erstellt wurde. Hauptziele des Konzeptes sind die Verständigung auf einen gemeinsamen Erfolgsbegriff, um vergleichbare Auswertungen der verschiedenen Reha-Träger und der Einrichtungen zu ermöglichen.
Weitere Informationen:
Deutsche Rentenversicherung - Braunschweig-Hannover
25.03.2009